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AutismusMaskingFrauenEvidenzstufe III

Masking bei autistischen Erwachsenen und psychische Gesundheit

Originaltitel: Camouflaging in autistic adults: prevalence and mental health

Höhere Camouflaging-Werte gehen mit stärkeren Angst- und Depressionssymptomen einher.

Autor:innen
Hull, L. et al.
Jahr
2021
Studiendesign
Querschnittsstudie
Publikation
Autism / Molecular Autism (exemplarische Einordnung)

Worum geht es?

Wie verbreitet ist Camouflaging (Masking) bei autistischen Erwachsenen und hängt es mit Angst, Depression und Erschöpfung zusammen?

Wie wurde untersucht?

Online-Befragung mehrerer hundert autistischer Erwachsener mit dem CAT-Q (Camouflaging Autistic Traits Questionnaire) sowie Angst- und Depressionsskalen; Korrelations- und Regressionsanalysen.

Was kam heraus?

  • Masking war weit verbreitet und bei Frauen im Mittel stärker ausgeprägt als bei Männern.
  • Höhere CAT-Q-Werte hingen mit mehr Angst- und Depressionssymptomen zusammen.
  • Viele Befragte beschrieben Masking als kurzfristig hilfreich und langfristig erschöpfend.

Was wir daraus ziehen können

  • Masking erklärt mit, warum viele Frauen und AuDHS-Personen spät oder gar nicht diagnostiziert werden – Diagnostik sollte danach aktiv fragen.
  • „Unauffällig wirken“ ist kein Zeichen geringer Belastung, sondern oft ein Zeichen hoher Anstrengung.
  • Unterstützung heißt: Umgebungen schaffen, in denen weniger Maskieren nötig ist – nicht besseres Maskieren trainieren.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Selbstauskunft, überwiegend spät diagnostizierte Stichprobe.

  • Querschnitt – die Richtung des Zusammenhangs ist offen (Masking → Depression oder umgekehrt).
  • Selbstselektion: Wer an Online-Studien teilnimmt, ist selten repräsentativ.
  • Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind in solchen Stichproben unterrepräsentiert.

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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