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AuDHS verstehen

ADHS und Autismus gleichzeitig: Warum sich Bedürfnisse widersprechen können – und was im Alltag trotzdem trägt.

Kurz erklärt

AuDHS beschreibt das gemeinsame Auftreten von ADHS und Autismus. Seit DSM-5 dürfen beide Diagnosen zusammen vergeben werden; das Zusammentreffen ist häufiger als lange angenommen.

Typisch ist ein Spannungsfeld: Reizhunger und Reizempfindlichkeit, Bedürfnis nach Struktur und nach Abwechslung, Impulsivität und Vorhersehbarkeit – oft am selben Tag.

Für die Diagnostik heißt das: Beide Profile müssen getrennt betrachtet werden, sonst überdeckt eines das andere. Für den Alltag heißt es: flexible Strukturen statt starrer Systeme.

Häufige Fragen

Kann man ADHS und Autismus gleichzeitig haben?

Ja. Seit DSM-5 ist die Doppeldiagnose ausdrücklich möglich und in der Praxis häufig.

Warum widersprechen sich die Bedürfnisse?

ADHS-Anteile suchen Neues und Stimulation, autistische Anteile brauchen Vorhersehbarkeit und Reizschutz. Beides gleichzeitig zu bedienen, ist anstrengend.

Was hilft im Alltag?

Rahmen mit Wahlfreiheit: feste Ankerpunkte, aber Spielraum in Reihenfolge und Tempo, plus konsequenter Reizschutz in Erholungsphasen.