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Sensorische Verarbeitung bei Menschen mit AuDHS

Originaltitel: Sensory processing patterns in individuals with co-occurring autism and ADHD

Menschen mit AuDHS berichten von ausgeprägteren sensorischen Besonderheiten – etwa Über- und Unterempfindlichkeiten – als Menschen mit nur einer der beiden Diagnosen.

Autor:innen
Ludlow, A. et al.
Jahr
2021
Studiendesign
Querschnittsstudie mit Fragebögen
Publikation
Journal of Autism and Developmental Disorders (exemplarische Einordnung)

Worum geht es?

Unterscheidet sich die sensorische Verarbeitung bei AuDHS von der bei alleinigem Autismus oder ADHS?

Wie wurde untersucht?

Erhebung sensorischer Profile mittels standardisierter Fragebögen bei drei Gruppen: Autismus, ADHS, AuDHS, im Vergleich zu einer neurotypischen Kontrollgruppe.

Was kam heraus?

  • Die AuDHS-Gruppe berichtete die höchste Gesamtbelastung durch sensorische Reize
  • Sowohl Über- als auch Unterempfindlichkeit traten bei AuDHS gehäuft gemeinsam auf
  • Auditive und taktile Reize wurden am häufigsten als belastend beschrieben
  • Sensorische Belastung korrelierte mit höherem Stresserleben im Alltag

Was wir daraus ziehen können

  • Sensorische Anpassungen sind bei AuDHS besonders wichtig
  • Reizreduktion kann sowohl Fokus als auch emotionale Stabilität unterstützen
  • Individuelle Reizprofile sollten aktiv erfragt werden, statt sie zu vermuten

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Selbstberichtsdaten können durch Introspektionsfähigkeit und Tagesform beeinflusst sein.

  • Ausschließlich Fragebogendaten, keine physiologischen Messungen
  • Querschnittsdesign erlaubt keine Aussage zum Verlauf
  • Überwiegend erwachsene Stichprobe, Kinder unterrepräsentiert

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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