Das Wichtigste in Kürze
- Sensorische Besonderheiten sind seit DSM-5 Teil der Autismus-Kriterien.
- Die Belastungsschwelle ist individuell und tagesformabhängig.
- Umgebungsgestaltung entlastet zuverlässiger als Willenskraft.
Sensorische Überlastung entsteht, wenn eingehende Reize die Verarbeitungskapazität übersteigen. Typisch sind Reizbarkeit, Rückzugsbedürfnis, Kopfschmerz, Erschöpfung – bis hin zu Shutdown oder Meltdown.
Betroffen sind häufig autistische Menschen, aber auch Menschen mit ADHS oder AuDHS. Die Schwelle ist individuell und tagesformabhängig.
Entlastung kommt selten aus Willenskraft, sondern aus Umgebungsgestaltung: Gehörschutz, Lichtsteuerung, Rückzugsorte, geplante Reizpausen vor und nach belastenden Terminen.
Quellen
Grundlage dieses Beitrags. Wir priorisieren Leitlinien, Klassifikationen und systematische Übersichtsarbeiten.
- KlassifikationAmerican Psychiatric Association · 2022DSM-5-TR: Autism Spectrum Disorder – Kriterium B4 (sensorische Reaktivität)
- ReviewJournal of Autism and Developmental Disorders · 2009Ben-Sasson et al.: Sensory over-responsivity – Meta-Analyse
- KlassifikationWHO · 2024ICD-11: 6A02 Autism spectrum disorder
Wichtig einzuordnen
Dieser Beitrag fasst den aktuellen Forschungsstand allgemeinverständlich zusammen. Er ersetzt keine individuelle Diagnostik oder Behandlung.
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