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Elternschaft mit ADHS/Autismus und Familienstress

Originaltitel: Elternschaft mit ADHS/Autismus und Familienstress

Ein Review von Familienstudien zeigt, dass Elternteile mit eigenem ADHS oder autistischen Zügen sowie Eltern von Kindern mit ADHS oder Autismus ein erhöhtes Risiko für elterlichen Stress und Erschöpfung aufweisen, das durch gezielte Unterstützungsangebote reduziert werden kann.

Autor:innen
Johnston, C. & Mash, E. J.
Jahr
2001
Studiendesign
Systematisches Review von Familienstudien
Publikation
Clinical Child and Family Psychology Review

Worum geht es?

Welche Faktoren tragen zu erhöhtem Familienstress bei, wenn ein Elternteil und/oder ein Kind von ADHS oder Autismus betroffen ist, und welche Unterstützung wirkt entlastend?

Wie wurde untersucht?

Systematische Auswertung von Studien zu elterlichem Stress, Erziehungsverhalten und familiärer Belastung in Familien mit ADHS- oder Autismus-Bezug bei Eltern und/oder Kindern.

Was kam heraus?

  • Mütter mit ADHS berichteten häufiger von erhöhtem Erziehungsstress und Erschöpfung als Mütter ohne ADHS.
  • Die Kombination aus elterlichem und kindlichem ADHS bzw. Autismus erhöhte den Familienstress zusätzlich.
  • Strukturierte Elterntrainings verbesserten sowohl das Erziehungsverhalten als auch das familiäre Wohlbefinden.
  • Soziale Unterstützung durch Partner:in oder Umfeld wirkte als bedeutsamer Schutzfaktor.

Was wir daraus ziehen können

  • Elterntrainings sollten die eigene Neurodivergenz der Eltern mitberücksichtigen.
  • Soziale Unterstützungsnetzwerke sind ein wichtiger Schutzfaktor gegen familiären Stress.
  • Frühzeitige Unterstützung entlastet die gesamte Familie und verbessert das Erziehungsverhalten.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Die eingeschlossenen Studien nutzten unterschiedliche Messinstrumente für Stress, was Vergleiche erschwert, und Väter waren in vielen Studien unterrepräsentiert.

  • Heterogene Messinstrumente zur Erfassung von Elternstress.
  • Unterrepräsentation von Vätern in vielen Einzelstudien.
  • Wenig Forschung zu autistischen Eltern im Vergleich zu ADHS-Eltern.

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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