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Sensorische Umgebungsanpassungen im Klassenzimmer für autistische Schüler:innen

Originaltitel: Sensory environmental modifications in mainstream classrooms for autistic pupils

Untersucht wurde, wie gezielte Anpassungen der Klassenzimmerumgebung – Licht, Geräusche, Sitzplatzgestaltung – Verhalten und Teilhabe autistischer Kinder beeinflussen.

Autor:innen
Ashburner, J. & Rodger, S.
Jahr
2019
Studiendesign
Interventionsstudie mit Prä-Post-Design
Publikation
Australian Occupational Therapy Journal (exemplarische Einordnung)

Worum geht es?

Verbessern sensorische Anpassungen im Klassenraum das Verhalten und die soziale Teilhabe autistischer Kinder?

Wie wurde untersucht?

34 Grundschulkinder erhielten über 10 Wochen individuell angepasste Sitzplätze, reduzierte Lichtreize und Rückzugsecken; Beobachtung durch Lehrkräfte und Eltern.

Was kam heraus?

  • Aufmerksamkeitsspanne im Unterricht nahm im Beobachtungszeitraum messbar zu.
  • Konflikte mit Mitschüler:innen während sensorisch belastender Situationen gingen zurück.
  • Lehrkräfte berichteten von reduziertem Stresslevel im Klassenverband insgesamt.
  • Effekte waren bei Kindern mit ausgeprägter sensorischer Empfindlichkeit am deutlichsten.

Was wir daraus ziehen können

  • Kleine bauliche und organisatorische Änderungen können große Wirkung auf Teilhabe haben.
  • Individuelle Reizprofile sollten in die Klassenraumgestaltung einfließen.
  • Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern und Ergotherapie erhöht die Wirksamkeit.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Fehlende Kontrollgruppe, begrenzte Stichprobengröße, Beobachtungszeitraum relativ kurz.

  • Keine randomisierte Kontrollgruppe verfügbar.
  • Ergebnisse beruhen teils auf subjektiven Lehrer:innen-Einschätzungen.
  • Übertragbarkeit auf weiterführende Schulen unklar.

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