Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice bei Erwachsenen mit ADHS
Originaltitel: Flexible work arrangements and remote work outcomes for adults with ADHD
Die Befragung untersuchte, wie sich flexible Arbeitszeiten und Homeoffice auf Produktivität und Stresserleben von Erwachsenen mit ADHS auswirken.
- Autor:innen
- Weiss, M. D. et al.
- Jahr
- 2021
- Studiendesign
- Online-Querschnittsbefragung
- Publikation
- Journal of Attention Disorders (exemplarische Einordnung)
Worum geht es?
Profitieren Erwachsene mit ADHS von flexiblen Arbeitsmodellen hinsichtlich Produktivität und Belastung?
Wie wurde untersucht?
Online-Befragung von 312 berufstätigen Erwachsenen mit ADHS-Diagnose zu Arbeitszeitmodellen, Selbstorganisation und wahrgenommenem Stress.
Was kam heraus?
- Personen mit flexiblen Arbeitszeiten berichteten von höherer wahrgenommener Produktivität.
- Homeoffice ohne klare Strukturvorgaben führte bei einem Teil der Befragten zu stärkerer Prokrastination.
- Externe Struktur, etwa durch feste Meetings, verbesserte die Selbstorganisation im Homeoffice deutlich.
- Männer berichteten häufiger von Schwierigkeiten, Arbeits- und Privatzeit im Homeoffice zu trennen.
Was wir daraus ziehen können
- Flexibilität allein reicht nicht aus, wichtig sind zusätzlich klare Strukturen und Routinen.
- Feste Ankerpunkte im Tagesablauf können Prokrastination bei ADHS im Homeoffice reduzieren.
- Individuell angepasste Arbeitsmodelle sind wirksamer als starre Vorgaben in beide Richtungen.
Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.
Grenzen der Aussage
Selbstauskünfte ohne objektive Leistungsmessung, Querschnittsdesign, keine klinische Kontrollgruppe.
- Produktivität wurde nur subjektiv erfasst, nicht objektiv gemessen.
- Querschnittsdaten erlauben keine Aussage über zeitliche Entwicklung.
- Selbstselektion der Teilnehmenden über Online-Rekrutierung möglich.
Quellen
Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.
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