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Elterntraining und Verhaltensinterventionen bei Kindern mit ADHS

Originaltitel: Behavioral parent training for children with ADHD: a systematic review

Übersicht zur Wirksamkeit von Elterntrainings als nicht-medikamentöse Intervention bei Kindern mit ADHS.

Autor:innen
Daley, D. et al.
Jahr
2014
Studiendesign
Systematisches Review und Metaanalyse
Publikation
Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry

Worum geht es?

Verbessern Elterntrainings das Verhalten von Kindern mit ADHS und die familiäre Interaktion?

Wie wurde untersucht?

Analyse randomisiert-kontrollierter Studien zu strukturierten Elterntrainingsprogrammen mit Beobachtungs- und Fragebogendaten zu kindlichem Verhalten.

Was kam heraus?

  • Elterntrainings verbesserten von Eltern berichtetes Problemverhalten deutlich.
  • Objektiv beobachtete Verhaltensänderungen waren geringer als subjektiv berichtete.
  • Elterlicher Stress und familiäre Konflikte nahmen im Verlauf ab.
  • Effekte waren bei jüngeren Kindern tendenziell stärker ausgeprägt.

Was wir daraus ziehen können

  • Elterntraining kann Familienalltag und Beziehung spürbar entlasten.
  • Ein früher Beginn im Kindesalter erhöht die Erfolgschancen.
  • Elterntraining ersetzt keine medikamentöse Behandlung, kann sie aber sinnvoll ergänzen.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Die Verzerrung durch subjektive Elternberichte kann die Effektstärken überschätzen.

  • Fehlende Verblindung der berichtenden Eltern ist ein methodisches Problem.
  • Langzeitwirkung über mehrere Jahre ist wenig erforscht.
  • Zugang zu qualifizierten Trainingsangeboten ist regional unterschiedlich.

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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