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Inklusion autistischer Schüler:innen und Mobbingerfahrungen

Originaltitel: Inklusion autistischer Schüler:innen und Mobbingerfahrungen

Autistische Schüler:innen in inklusiven Regelschulen berichten deutlich häufiger von Mobbingerfahrungen als ihre nicht-autistischen Mitschüler:innen, wobei soziale Unterstützung durch Lehrkräfte und Peers ein wichtiger Schutzfaktor ist.

Autor:innen
Humphrey, N. & Symes, W.
Jahr
2010
Studiendesign
Querschnittsstudie mit Vergleichsgruppen
Publikation
European Journal of Special Needs Education

Worum geht es?

Wie häufig erleben autistische Schüler:innen Mobbing in inklusiven Schulsettings, und welche Faktoren wirken schützend?

Wie wurde untersucht?

Befragung autistischer Schüler:innen und ihrer Mitschüler:innen an Regelschulen mittels standardisierter Fragebögen zu Mobbingerfahrungen und sozialer Einbindung.

Was kam heraus?

  • Autistische Kinder berichteten etwa doppelt so häufig von Mobbing wie ihre Mitschüler:innen.
  • Soziale Ausgrenzung trat häufiger auf als offene verbale oder körperliche Aggression.
  • Eine unterstützende Klassenkultur und geschulte Lehrkräfte reduzierten das Mobbingrisiko.
  • Freundschaften zu mindestens einer Bezugsperson wirkten stark schützend.

Was wir daraus ziehen können

  • Mobbingprävention sollte fester Bestandteil inklusiver Schulkonzepte sein.
  • Der Aufbau von stabilen Peer-Beziehungen schützt autistische Kinder wirksam.
  • Lehrkräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung eines sicheren Klassenklimas.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Die Studie basiert auf Selbstberichten, was zu Verzerrungen führen kann, und erfasst keine längerfristigen Verläufe.

  • Selbstberichtsdaten können durch soziale Erwünschtheit beeinflusst sein.
  • Querschnittsdesign erlaubt keine Aussagen zu Kausalität oder Verlauf.
  • Stichprobe stammt überwiegend aus einem Bildungssystem.

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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