Psychische Begleiterkrankungen bei Erwachsenen mit AuDHS
Originaltitel: Psychiatric comorbidities in adults with combined autism and ADHD
Erwachsene mit AuDHS haben ein erhöhtes Risiko für Angststörungen und Depressionen im Vergleich zu Menschen mit nur einer der beiden Diagnosen.
- Autor:innen
- Lugo-Marín, J. et al.
- Jahr
- 2019
- Studiendesign
- Systematisches Review
- Publikation
- Research in Autism Spectrum Disorders (exemplarische Einordnung)
Worum geht es?
Wie häufig treten Angst und Depression bei Erwachsenen mit kombiniertem Autismus und ADHS auf?
Wie wurde untersucht?
Systematische Auswertung von Studien zu psychiatrischen Begleiterkrankungen bei erwachsenen Autist:innen mit und ohne zusätzliche ADHS-Diagnose.
Was kam heraus?
- Angststörungen traten bei AuDHS häufiger auf als bei Autismus allein
- Auch depressive Störungen waren in der AuDHS-Gruppe häufiger vertreten
- Kumulierte Alltagsanforderungen wurden als möglicher erklärender Faktor diskutiert
- Frühzeitige psychotherapeutische Begleitung wurde als schützender Faktor beschrieben
Was wir daraus ziehen können
- Psychische Begleiterkrankungen sollten bei AuDHS aktiv mitbedacht werden
- Therapieangebote sollten für beide Diagnoseanteile sensibilisiert sein
- Frühe Unterstützung kann das Risiko für Folgeerkrankungen mindern
Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.
Grenzen der Aussage
Viele Primärstudien basieren auf klinischen statt bevölkerungsrepräsentativen Stichproben.
- Selektionsverzerrung durch klinische Stichproben
- Heterogene Erhebungsinstrumente zwischen Studien
- Kausale Zusammenhänge bleiben unklar
Quellen
Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.
Hast du noch Fragen?
Deine Antwort markiert die Studie als gelesen.
