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Wie wirkt sich Masking am Arbeitsplatz auf die Erschöpfung autistischer Beschäftigter aus?

Originaltitel: Masking am Arbeitsplatz und die Folgen für autistische Erschöpfung

Die Studie untersucht, wie autistische Beschäftigte Masking-Strategien am Arbeitsplatz einsetzen, um sozialen Normen zu entsprechen, und wie sich dies langfristig auf ihr Wohlbefinden und ihre berufliche Erschöpfung auswirkt.

Autor:innen
Bury, S. M., Jellett, R., Spoor, J. R., Hedley, D.
Jahr
2020
Studiendesign
Fragebogenstudie mit qualitativen Anteilen
Publikation
Journal of Autism and Developmental Disorders

Worum geht es?

Welche Rolle spielt Masking im Arbeitskontext für autistische Beschäftigte, und welche Auswirkungen hat dies auf Wohlbefinden und Verbleib im Job?

Wie wurde untersucht?

Befragung autistischer Erwachsener im Erwerbsleben zu Offenlegungsverhalten, Masking-Strategien am Arbeitsplatz und subjektivem Belastungserleben mittels Fragebogen und offenen Antwortformaten.

Was kam heraus?

  • Ein Großteil der Befragten gab an, autistische Merkmale am Arbeitsplatz aktiv zu verbergen, um Stigmatisierung zu vermeiden.
  • Dauerhaftes Masking wurde mit erhöhter Erschöpfung, Stress und geringerer Arbeitszufriedenheit assoziiert.
  • Unterstützende, offene Arbeitsumgebungen reduzierten den wahrgenommenen Druck zu maskieren.
  • Offenlegung der Diagnose führte nicht automatisch zu besseren Bedingungen, sondern hing stark vom Arbeitsumfeld ab.

Was wir daraus ziehen können

  • Arbeitgeber:innen können durch offene, akzeptierende Kulturen Masking-Druck reduzieren.
  • Konkrete Arbeitsplatzanpassungen sind oft wirksamer als reine Offenlegung.
  • Chronisches Masking am Arbeitsplatz ist ein relevanter Risikofaktor für Erschöpfung.

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Die Stichprobe war selbstselektiert und überwiegend aus englischsprachigen, westlichen Arbeitskontexten.

  • Querschnittsdesign lässt keine Aussagen zu langfristigen Verläufen zu.
  • Selbstberichtete Erschöpfung wurde nicht mit klinischen Burnout-Kriterien abgeglichen.
  • Wenig Differenzierung nach Branche oder Unternehmensgröße.

Quellen

Originalarbeit und weiterführende offizielle Referenzen.

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