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Ansprechen auf Stimulanzien bei Kindern mit ADHS und Autismus (AuDHS)

Originaltitel: Stimulant medication response in children with comorbid ADHD and autism spectrum disorder

Methylphenidat wirkt bei Kindern mit AuDHS gegen ADHS-Symptome, allerdings schwächer und mit mehr Nebenwirkungen als bei Kindern mit ADHS ohne Autismus.

Autor:innen
Research Units on Pediatric Psychopharmacology Autism Network
Jahr
2005
Studiendesign
Randomisiert-kontrollierte Studie
Publikation
Archives of General Psychiatry (exemplarische Einordnung)

Worum geht es?

Wie wirksam und verträglich sind Stimulanzien bei Kindern mit gleichzeitigem Autismus und ADHS?

Wie wurde untersucht?

Randomisiert-kontrollierte Crossover-Studie mit Methylphenidat versus Placebo bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung und ausgeprägten ADHS-Symptomen.

Was kam heraus?

  • Etwa die Hälfte der Kinder zeigte eine klinisch relevante Besserung der Hyperaktivität unter Methylphenidat
  • Die Ansprechrate lag niedriger als bei Kindern mit ADHS ohne Autismus
  • Nebenwirkungen wie Reizbarkeit und sozialer Rückzug traten häufiger auf
  • Ein relevanter Anteil der Kinder brach die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab

Was wir daraus ziehen können

  • Stimulanzien können bei AuDHS helfen, sollten aber vorsichtig eindosiert werden
  • Engmaschige Beobachtung von Nebenwirkungen ist besonders wichtig
  • Nicht jedes Kind mit AuDHS profitiert gleich stark wie bei reinem ADHS

Einordnung durch die Redaktion – keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung.

Grenzen der Aussage

Die Studie ist älter und bezieht sich nur auf Kinder, Erwachsenendaten fehlen weitgehend.

  • Nur Kinder und Jugendliche untersucht
  • Relativ kleine Stichprobe
  • Keine Differenzierung nach autistischem Subtyp

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